Das Heimhof-Theater im Wandel der Zeiten

Vom Pferdestall zur Kulturspielstätte – das Heimhof-Theater blickt auf eine bewegte Geschichte zurück:

1917 – Erbau des Heimhof-Komplexes

Das dreiflügelige Gebäude wird von der „Sprengstoffabrik Hoppecke“, die 1926 an die Dynamit Nobel AG überging, als Betriebshof mit Pferdeställen, Wagenschuppen und dem markanten Heimhofturm errichtet. Der 22 Meter hohe Turm diente ursprünglich der Wasserversorgung der Pferde und bot Wohnungen für die Kutscher und Fuhrleute.

1951 – Eröffnung des Heimhofsaals

Die Dynamit Nobel AG baut die ehemalige Wagenhalle zu einem Theater- und Konzertsaal um. Im September 1951 schließen sich 86 kulturinteressierte Bürgerinnen und Bürger zum „Kulturkreis um die Wasserscheide“ zusammen. Initiator und erster Vorsitzender ist Robert Auchter, Leiter der Technischen Abteilung der Dynamit Nobel AG. Am 17. November 1951 übergibt der Generaldirektor der Dynamit Nobel AG den neuen „Heimhofsaal“ im Rahmen eines Festakts an den Kulturkreis. Am 20. November eröffnet die Österreichische Länderbühne mit Carlo Goldonis „Diener zweier Herren“ den Spielbetrieb.

1955 – Brand und Erweiterungsbau

Am 18. April 1955 verursacht ein durch einen Kurzschluss entstandener Brand erhebliche Schäden an den Kunststoffvertäfelungen des Heimhofsaals. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wird der Foyer-Erweiterungsbau errichtet – und der Heimhofsaal zum Heimhof-Theater. Bei der feierlichen Wiedereröffnung am 24. September 1955 gibt der Vorsitzende des Kulturkreises dem Heimhof-Theater den Leitspruch „Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und ernsthaftere Aufgabe als die Menschen zu beglücken“. Dieses Zitat aus der Feder Friedrich Schillers ziert seither eine Wand des Foyers.

2005-2009 – Schließung, Gründung des Fördervereins & Sanierung

Ab April 2005 bleibt das Heimhof-Theater wegen dringend notwendiger Erneuerungen an Heizung, Technik und Lüftung geschlossen. Im selben Jahr gründet sich der Förderverein Heimhof-Theater e.V. mit dem Ziel, das Heimhof-Theater zu sanieren und als Kulturspielstätte zu erhalten. Erste Vorsitzende ist die Architektin Birgit Hirsch, stellvertretender Vorsitzender Bürgermeister Christoph Ewers. 2006 geht das Gebäude für einen symbolischen Euro in den Besitz des Vereins über. 2008 beginnt die umfassende Sanierung: Mit Unterstützung der NRW-Stiftung, der Gemeinde Burbach und weiterer Förderer und Sponsoren wird das denkmalgeschützte Theater für rund 821.000 Euro modernisiert und erweitert. Die Bauleitung übernimmt Birgit Hirsch, den Vereinsvorsitz führt ab 2008 Theodor Petera.

2010 – Wiedereröffnung des Heimhof-Theaters

Nach rund zweijähriger Sanierungszeit wird das Heimhof-Theater am 16. April 2010 im Rahmen einer feierlichen Gala wiedereröffnet. Im Mai 2010 erhält es vom LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen die Auszeichnung „Denkmal des Monats“ in Westfalen-Lippe.

Spielpläne seit 2011

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