Das Heimhof-Theater im Wandel der Zeiten

Die Geschichte des Heimhof-Theaters

Vom Pferdestall zur Kulturspielstätte – das Heimhof-Theater blickt auf eine bewegte Geschichte zurück:

Alte Postkarte mit Luftansicht des Heimhof-Komplexes

Der dreiflügelige Gebäudekomplex wird von der Sprengstoffabrik Hoppecke, die 1926 an die Dynamit Nobel AG überging, als Betriebshof mit Pferdeställen, Wagenschuppen und dem markanten Turm errichtet. Der 22 Meter hohe Turm diente ursprünglich der Wasserversorgung der Pferde und bot Wohnungen für die Kutscher und Fuhrleute.

Die Dynamit Nobel AG baut die ehemalige Wagenhalle zu einem Theater- und Konzertsaal um. Im September 1951 schließen sich 86 kulturinteressierte Bürgerinnen und Bürger zum Kulturkreis um die Wasserscheide zusammen. Initiator und erster Vorsitzender ist Robert Auchter, Leiter der Technischen Abteilung der Dynamit Nobel AG. Am 17. November 1951 übergibt der Generaldirektor der Dynamit Nobel AG den neuen „Heimhofsaal“ im Rahmen eines Festakts an den Kulturkreis. Am 20. November eröffnet die Österreichische Länderbühne mit Carlo Goldonis „Diener zweier Herren“ den Spielbetrieb.

Postkarte mit alten Ansichten des Heimhof-Theaters

Am 18. April 1955 verursacht ein durch einen Kurzschluss entstandener Brand erhebliche Schäden an den Kunststoffvertäfelungen des Heimhofsaals. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wird der Foyer-Erweiterungsbau errichtet – und der Heimhofsaal zum Heimhof-Theater. Bei der feierlichen Wiedereröffnung am 24. September 1955 gibt der Vorsitzende des Kulturkreises dem Heimhof-Theater ein Schiller-Zitat als Leitspruch, der seither eine Wand des Foyers ziert:

Ab April 2005 bleibt das Heimhof-Theater wegen dringend notwendiger Erneuerungen an Heizung, Technik und Lüftung geschlossen. Im selben Jahr gründet sich der Förderverein Heimhof-Theater e.V. mit dem Ziel, das Heimhof-Theater zu sanieren und als Kulturspielstätte zu erhalten. Erste Vorsitzende ist die Architektin Birgit Hirsch, stellvertretender Vorsitzender Bürgermeister Christoph Ewers. 2006 geht das Gebäude für einen symbolischen Euro in den Besitz des Vereins über.

2008 beginnt die umfassende Sanierung: Mit Unterstützung der NRW-Stiftung, der Gemeinde Burbach und weiterer Förderer und Sponsoren wird das denkmalgeschützte Theater für rund 821.000 Euro modernisiert und erweitert. Die Bauleitung übernimmt Birgit Hirsch, den Vereinsvorsitz führt ab 2008 Theodor Petera.

Wiedereröffnungsfeier des Heimhof-Theaters 2010

Nach rund zweijähriger Sanierungszeit wird das Heimhof-Theater am 16. April 2010 im Rahmen einer feierlichen Gala wiedereröffnet. Im Mai 2010 erhält es vom LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen die Auszeichnung „Denkmal des Monats“ in Westfalen-Lippe.

Archiv

Stöbern Sie hier in Programmheften vergangener Spielzeiten. Mit einem Klick auf das Cover gelangen Sie zu den vollständigen Programmen.

Nach oben scrollen